Ich lese gerade …

Drohnenland von Tom Hillenbrand (April 2019)

Seit ich im Rahmen meiner Jurytätigkeit für den #Seraph2019 Hologrammatica lesen durfte, wollte ich mehr von Tom Hillenbrand. Es gibt ja den Rat für Autoren, jene Bücher zu schreiben, die sie selbst gern lesen würden. Daran halte ich mich in der Regel. Aber noch schöner ist es, wenn ein anderer Autor Bücher genau so schreibt, wie man sie selbst gern lesen würde. Und das hat Hillenbrand jetzt bereits 2x für mich geschafft. Drohnenland ist beängstigend, realistisch und wiederum beängstigend.
Lest es. Und lest auch Hologrammatica. Und vielleicht auch die anderen Bücher von Hillenbrand. Ich werde es tun.

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Dunkle Ziffern von Edition Roter Drache (März 2019)

Während der Leipziger Buchmesse hatte ich eine Lesung eher zufällig aus dem Plan. Nicht des Buches wegen, sondern weil so einige mir bekannte Autoren an dem zugrunde liegenden Buch mitgewirkt haben. Doch die Lesung und die dahinterliegende Geschichte machten den Abend dann doch außergewöhnlich.
Besorgt euch das Buch und lest es. Der Erlös des Buches geht an Dunkelziffer e.V..

 

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… zehn Bücher, aber ich verrate nicht welche.

Spaß beiseite. In den nächsten sechs Wochen werde ich tatsächlich die zehn Bücher lesen, die auf der Longlist für das „Beste Buch“ für den Seraph 2019 stehen. Welche das sind, werdet ihr sicher bald erfahren. Welche Bücher ich gut oder schlecht fand, bleibt in den nächsten Wochen mein Geheimnis.

 

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Mortal Engines: Krieg der Städte (Dez. 2018) (Film)

Nachdem ich vor ein paar Tagen das Buch gelesen habe, war heute der Film dran und ich muss ein paar Worte dazu loswerden.
Wie erwartet war er bildgewaltig. Den Raubstädten hzuzuschauen hat einfach Spaß gemacht. Leider merkte man als Leser des Buches schnell, dass die Geschichte von der Romanhandlung abweicht. Und das nicht gerade zum Guten. Die Handlung hat da ein paar Löcher, die das Buch nicht hat.
Aber in Summe war es ein schöner Popcornkinoabend. Mal schauen ob die weiteren Bücher der Reihe es auch ins Kino schaffen.

 

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Mortal Engines von Philip Reeve (Dez. 2018)

Neulich lief im Kino ein Trailer – Mortal Engines: Krieg der Städte. Fahrende Steampunkstädte, sah gut aus.
Also schnell das Buch besorgt, die englische Ausgabe (mit dem lustigen Aufdruck: soon to be a major motion picture).
Die Handlung ist schnell erzählt: In einer fernen Zukunft sind die letzten großen Städte auf Rädern unterwegs, immer auf der Suche nach kleineren Städten um sie sich einzuverleiben. Ein Underdog muss feststellen, dass sein großer Held vielleicht nicht so heldenhaft ist, dazu eine Superwaffe und natürlich ein Mädchen.
Die Handlung ist wenig überraschend, aber schreit tatsächlich nach einer bildgewaltigen Verfilmung. Das Buch ist ok, man muss es sicher nicht gelesen haben, aber es ist auch keine Zeitverschwendung.
Hoffen wir auf einen schönen Steampunkfilm.

 

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Terra von T.S.Orgel (Nov. 2018)

Was passiert wenn ein Trucker etwas Gefährliches in seiner Ladung findet, dass er gerne loswerden möchte, aber keine echte Kontrolle über sein Fahrzeug hat, quasi mit gefesselten Händen und Augenbinde vorm abgeschalteten Lenkrad sitzt?
Aufgeben, klar.
Aber das wäre ja langweilig und keinen Roman wert.
Also gibt der Protagonist nicht auf und stellt sich gegen die moderne Technik. Natürlich ist der Mensch unterlegen, natürlich sind die Chancen schlecht.
Und natürlich denkt man jetzt, dass der Protagonist es trotzdem irgendwie schafft, am Ende heldenhaft aus seinem Fahrzeug zu steigen.
Doch die Autoren schaffen es schnell, aus diesem gewohnten Muster auszubrechen. Natürlich kann der Leser sich in diesem Buch keinesfalls sicher sein, dass es ein Happy End gibt.
Warum auch, das wäre ja langweilig.
Neben der spannenden Handlung gibt es aber noch ein paar bemerkenswerte Dinge im Buch. Die Gebrüder Orgel bieten einen erschreckenden, weil realistischen Blick in die Zukunft. Sowohl was unseren Planeten betrifft, als auch auf unsere Technik und unseren Umgang damit. Das sollte zum Nachdenken anregen. Vermutlich wird es nicht viel bewirken, aber manchmal reicht ja schon eine kleine Chance aus …
Am Meisten abgeholt hat das Buch mich aber mit seinen zahlreichen Anspielungen. Natürlich musste die Bibel herhalten, aber auch Star Trek, selbst Moby Dick war dabei. Wenn man als Leser der gleichen „Kultur“ entstammt wie die Autoren, ist das Buch wahrscheinlich am Vergnüglichsten.
Unbedingt lesen.
Dann gibt es vielleicht eine Fortsetzung.
Vielleicht.
Man kann ja nie wissen…
Also lest es!

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Der vitruvianische Moment von Martina Nöth (Nov. 2018)

Wieder ein Ausflug in die Schatten. Ganz anders als das kürzlich gelesene Alter Ego und doch genau so fanszinierend. Ein Abenteuer welches mit der Zeit immer größer und gefährlicher wird. Und das Ganze von einer Autorin deren DSA-Romane ich vor langer Zeit gelesen habe und deren Musik ich zuweilen noch höre.
Es soll hier aber nicht ins Sentimentale abgleiten. Nein, das Buch ist ein Pageturner und verdient es gelesen zu werden.

PS: YippieYa-Yeah, Schweinebacke

 

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Geschichten aus den Herbstlanden aus dem Verlag Torsten Low (Nov. 2018)

Die Herbstlande – ein magischer Ort zwischen Laubrascheln und Herbstwindflüstern, wo wundersame Wesen durch die Wälder streifen und es mehr Geschichten gibt, als jemals Blätter von den Bäumen der Länder September, Oktober und November fallen können.

Trefflicher kann man es kaum beschreiben. Die Sammlung enthält Geschichten über jene Zeit des Jahres in der das Leben stirbt, in der es kälter wird, in der man sich Geschichten am Kamin erzählt. Über 30 Autoren haben eine Mischung aus todtraurigen, aber auch wunderbar heiteren und phantasievollen Geschichten über den Herbst erschaffen.

Das Buch zur Jahreszeit. Man kann sich gemütlich mit einer Tasse Tee auf der Couch in die Herbstlande entführen lassen, ein wenig lachen, schmunzeln und vielleicht ein paar Tränen laufen lassen.
Sehr empfehlenswert.

 

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Freie Geister von Ursula Le Guin (Nov. 2018)

Aber ich werde es wohl nicht beenden. Auf der Frankfurter Buchmesse gab es eine Veranstaltung auf der die Autorin in den Himmel gelobt wurde. Doch die ersten knapp 50 Seiten dieses Buches lassen mich ratlos zurück. Ob es an der Neuübersetzung liegt, oder ob der Text an sich mit mir nicht kompatibel ist, weiss ich nicht. Auf jeden Fall quälte ich mich bislang durch den Text. Und da ich mich nicht quälen will, werde ich wohl nicht weiterlesen.

 

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Alter Ego von Mike Krzywik-Groß  (Nov. 2018)

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mich mit Shadowrun beschäftigt habe. Mehr als 10 Jahre dürften es sein, dass ich „Fatimas Tränen“ oder „Kettenhund“ von Alex Wichert gelesen habe.
Nun lag also „Alter Ego“ vor mir. Ein dickes Buch (knappe 400 Seiten) mit einem Cover, dass in meiner Filterblase immer wieder zu Diskussionen darüber führte, ob wir Bruce Willis oder Thomas Finn vor uns haben.

Worum geht es? Ein alternder Privatschnüffler soll einen Vermissten ausfindig machen. Ein vermeintlich simpler Standardauftrag, der natürlich zu einer weitaus größeren, komplizierteren und vor allem gefährlicheren Mission wird. Viel mehr will ich nicht verraten, schliesslich will ich niemandem die Freude nehmen, das Buch für sich selbst zu entdecken.

Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall. Das liegt nicht nur an der Story, die Mike sich ausgedacht hat, nicht nur an seiner Fähigkeit diese Geschichte mit Leben zu füllen. Es sind vor allem seine wenig heldenhaften Protagonisten, mit denen man mitfiebertet.

Muss man sich mit Shadowrun auskennen um das Buch zu verstehen? Nein. Alles Nötige erklärt die Handlung und für den Notfall gibt es ein Glossar.

Also ab in die Schatten …

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Ein Kommentar

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