Erste Eindrücke von Kindle

Seit gut 2 Wochen bin ich nun Besitzer eines EBook-Readers, genauer eines Kindle Paperwhite. Ich habe mich lange gesträubt und konnte mich für die Idee, Bücher nicht mehr in gedruckter Form auf Papier zu lesen sondern von einem Pad nicht erwärmen. Nachdem aber mein nächster DSA-Roman „Kors Kodex“ auch als Ebook erscheinen wird und auch mein letzter DSA-Roman „Caldaia“ kürzlich als Ebook erschienen ist, hab ich mich doch zum Kauf eines solchen Gerätes entschlossen.

Nachdem ich mir in Buchhandlungen und Elektronikmärkten ein paar dieser Reader angesehen hatte, war ich wenig begeistert. Mal abgesehen von der ungewohnten Haptik für ein Objekt das man liest (es fühlt sich immer an als hätte man ein kleines dünnes Brett in der Hand), erschien mir vor allem der Umblättervorgang bei den meisten Geräten sehr störend. Denn viele brauchten deutlich mehr als 1 Sekunde um die nächste Seite anzuzeigen. Das hört sich nicht schlimm an, wenn man aber auf den Reader starrt, umblättert und jedes mal wieder sieht, wie sich kurzzeitig beide Seiten überlagern, bevor dann die neue Seite lesbar ist, dann störte mich das schon sehr.

Wenn man dann die Umblätterzeiten der einzelnen Reader in den diversen Tests zu dem Thema vergleicht, dann kommt man schnell zu den Kindles. Also hab ich mich für ein Gerät dieser Serie entschieden. Der Kindle-Fires, die ja mehr Tablets als Ebook-Reader sind, waren mir zu schwer. Die normalen Kindles ohne Licht schienen mir zu dunkel. Also das Paperwhite, dass eine regulierbare Beleuchtung der Lesefläche hat.

Nun benutze ich das Gerät seit gut 2 Wochen und muss sagen, dass ich durchaus zufrieden bin. Die beleuchtete Lesefläche ist sehr angenehm, auch der Umblättervorgang geht angenehm schnell und stört den Lesefluss nicht. Ich finde es noch immer etwas ungewohnt, dieses dünne Pad in der Hand zu haben, anstelle eines echten Buches, aber das hat natürlich (gerade bei extrem dicken Büchern) auch Vorteile.

Was mich allerdings noch stört, ist die Übersichtlichkeit. Man kann ja etliche Bücherregalinhalte in so einen Reader laden. Doch die Übersichtlichkeit eines Regals hat man natürlich nicht. Entweder blättert man sich die Finger lahm um ein Buch zu finden, oder man muss die Suchfunktion nutzen.  Einfaches Stöbern, wie man es in der eigenen Bibliothek könnte, geht hier nun sehr unbequem.
Man kann sich zwar sogenannten „Sammlungen“ anlegen und damit ein wenig sortieren, aber auch das hilft irgendwann nicht weiter. Noch komplizierter wird es, wenn man wie meine Frau und ich, so ein Gerät zu zweit benutzt und sich die Lesegeschmäcker nur überschneiden und nicht vollkommen decken.
Einen idealen Weg haben wir hier noch nicht gefunden.

Bislang bin ich jedoch zufrieden und das ist schon mehr als ich erwartet hatte.

Welche Reader benutzt ihr denn und was sind eure Erfahrungen?

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Erste Eindrücke von Kindle

  1. Ich habe den Sony, allerdings den „alten“ – und nutze ihn unter anderem, um Manuskripte zum letzten Mal gegenzulesen. Das ist nicht unpraktisch, weil es eine Alternative zu Ausdrucken bzw. am PC lesen ist. Allerdings lassen sich die Kommentare, die man einfügt, nicht auf den PC übertragen (oder zumindest nicht ins Dokument), weshalb ich dann beim Einarbeiten wieder da sitze und zwei Geräte vor mir habe. ;P
    Ans „ganz normale“ E-Book-Lesen kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Ich habe vor kurzem ein Piper-E-Book erstanden, es war miserabel gesetzt, zu teuer (dafür, dass ich es nachher nicht ins Regal stellen konnte) und hat mich mit dem Kopierschutz nicht unbeträchtlich Nerven gekostet. Aber als jemand, der eine Buchhändlervergangenheit hat und im Wohnzimmer keinen Fernseher, sondern nur Bücherregale stehen hat, verlange ich vielleicht Dinge von einem Reader, die er einfach nicht leisten kann. Bücher sind einfach so viel mehr für mich als speicherbare Dateien, dass ich da, glaub ich, nicht aus meiner Haut kann. 😉

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